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Der/Die Pessimist:in ist laut Amy Gallos Buch Getting Along* eine von acht Urtypen schwieriger Persönlichkeiten im Beruf. Da wir in unserem Berufsleben eventuell auf diesen Urtyp treffen können, ist es wichtig, den/die Pessimist:in zu erkennen und damit umzugehen.
Wie du die anderen Urtypen schwieriger Personen im Beruf erkennst, habe ich hier zusammengefasst: Die 8 Urtypen schwieriger Personen im Beruf erkennen
Den/Die Pessimist:in erkennen
Hier sind ein paar Hinweise, wie du eine/n Pessimist:in erkennen kannst:
- Beschwerst sich über Meetings, die Führungsebene, andere Kolleg:innen, über alles und jedes!
- Prophezeit, dass eine neue Initiative oder ein Projekt zum Scheitern verurteilt ist
- Hat eine „das haben wir schon versucht und es ist gescheitert“-Mentalität, insbesondere bei Gesprächen über Innovationen oder neue Arbeitsweisen
- Weist sofort auf die Risiken einer Taktik oder Strategie hin
- Hat immer etwas Negatives zu sagen, auch wenn die Nachrichten oder die Sitzung überwiegend positiv sind
Mit einem/r Pessimist:in umgehen
Hier sind ein paar Hilfsmittel für den Umgang mit einem/r Pessimist:in, die du ausprobieren kannst. Folgende Punkte sind Vorschläge und können je nach Situation so optimiert werden, sodass es für dich authentisch anfühlt.
Richte ihren Fokus auf das Positive
- „Was können wir tun, um das von dir prognostizierte Ergebnis zu verhindern?“ „Was müsste passieren, damit wir Erfolg haben?“
- „Wenn du mit [Person, Führungskraft, Projekt] unzufrieden bist, lasse uns besprechen, welche Schritte du unternehmen kannst, um die Situation zu ändern. Ich habe einige Ideen, aber ich würde gerne zuerst deine Gedanken hören.“
Lasse sie nicht in ihrer Perspektive festsitzen
- „Ein Teil von mir ist der gleichen Meinung wie du, dass es vielleicht nicht funktioniert. Und ein anderer Teil von mir glaubt, dass es funktionieren wird. Lasse uns beide Perspektiven betrachten.“
- „Ich höre deine Bedenken und teile einige von ihnen. Erzähle mir mehr darüber, wie du zu diesem Schluss gekommen bist.“
- „Ich kann verstehen, warum du frustriert bist. Glaubst du, dass wir jetzt etwas dagegen tun können? Oder was könnten wir beim nächsten Mal anders machen?“
Ändere ihre Sichtweise
- „Ich frage mich, wie man das Ganze anders sehen könnte.“
- „Du bist gut darin, die Nachteile zu erkennen. Was könnten wir hier übersehen?“
Weitere hilfreiche Punkte zu beachten
- Ermutige sie dazu, im Rahmen ihrer offiziellen Rolle die Rolle des Streitschlichters zu übernehmen.
- Setze dich mit den zugrundeliegenden Ideen und Annahmen auseinander und bitte sie um Klärung oder weitere Informationen darüber, was sie meinen.
- Zeige, dass du verstehst, warum sie so denken, wie sie es tun, und rege sie zu einer anderen Sichtweise an.
- Hilf ihnen zu verstehen, wann ihr Pessimismus hilfreich ist und wann er schadet.
- Lege konstruktive Normen für das gesamte Team fest – zum Beispiel könntest du als Gruppe vereinbaren, dass sich jede/r fragt, bevor er/sie spricht: „Wird dieser Kommentar hilfreich sein?“
- Erkenne an, dass auch sie negative Gefühle oder Gedanken haben, und bestätige deren Sichtweise oder einen Aspekt davon, dem du auch zustimmst.
- Verbringe Zeit mit positiveren Kolleg:innen, um sich gegen einen Sturm der Negativität zu wappnen.
Vermeide
- Versuche sie mit Positivität zu überschütten; das kann sie in ihrem Pessimismus noch mehr bestärken.
- Ihre Sichtweise als nicht hilfreich oder unlogisch abtun.
- Ihre Beschwerden oder Bedenken ignorieren; sie haben vielleicht gute Gründe für ihre Schwarzmalerei.
Was bedeutet das für dich?
Oft kann eine zu hohe Arbeitslast oder eine baldige Deadline dazu führen, dass unser Arbeitsalltag mühsam ist. Doch das kann vorübergehen. Was jedoch bleibt, sind die Urtypen schwieriger Personen – hier konkret: der/die Pessimist:in
Da die meisten von uns die Personen nicht aussuchen können, mit denen wir zusammenarbeiten (müssen), ist es umso wichtiger einen Umgang mit ihnen zu finden.
Fällt dir jemand ein, den du hier einordnen kannst? Wie hast du es erkannt? Wie bist du damit umgegangen? Schreibe es mir in die Kommentare. Ich freue mich.
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Referenzen
- Getting Along* von Amy Gallo
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